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Nosoden

Wann die Nosoden-Therapie eingesetzt wird


Der Therapeut setzt Nosoden zu folgenden Zwecken ein:

Nach dem Ähnlichkeitsprinzip bei akuten Erkrankungen

Der Patient spricht auf gut gewählte andere Arzneien nicht an. Der Körper wird im Sinne einer Reiztherapie zu einer Heilreaktion angeregt (z.B.: bei chronischen Erkrankungen)

Infektionen in der Anamnese eines Patienten, die die Lebenskraft nachhaltig geschwächt haben. Z.B.: nach einer Borellien-Infektion (Borellia-Nosode) oder nach einer Grippe (Influenzinum-Nosode)

Infektionen oder Vergiftungen bei Vorfahren des Patienten. Hahnemann führte viele chronische Erkrankungen auf vererbte Anlagen zurück. Diese "Miasmen" wurden mit den klassischen Nosoden Medorrhinum, Tuberculinum, Luesinum und Cancerosinum behandelt.

Zur Förderung der Ausscheidung und Kompensation der giftigen Wirkung von Fremdstoffen im Körper. So werden Umweltgifte (z.B.: DDT, Lindan), Schwermetalle (z.B.: Blei, Cadmium), Konservierungmittel aus dem Lebensmittelbereich aber auch Toxine von Bakterien, Pilzen und Viren eingesetzt.


Prophylaktische Verwendung von Nosoden:

Nosoden können Impfungen nicht ersetzen! Zur Stärkung des Immunsystems in speziellen Fällen haben sich Nosoden gut bewährt. So kann z.B. zum Schutz der Familienmitglieder eines Scharlachkindes die Scarlatinum-Nosode eingesetzt werden. Auch die Grippevorbeugung durch die Gabe der Influenzinum-Nosode ist empfehlenswert. Zur Verbesserung der Konstitution des Kindes wird Frauen die "Eugenische Kur" vor der Schwangerschaft empfohlen. Sie soll die Verminderung der Übergabe von familiären Miasmen (vererbte Anlagen von Erkrankungen) bewirken.

Eugenische Kur (nach Vannier):

In je 4-wöchigem Abstand werden je 5 Globuli folgender Arzneien gelutscht:

• Sulfur D200
• Luesinum D200
• Tuberculinum D200
• Medorrhinum D200
• Calcium carbonicum D200 oder Calcium phosphoricum D200 oder Calcium fluoricum D200 je nach Konstitution der Mutter.

Sollten in der Familie Psoriasis-Erkrankungen vorkommen, wird nach Sulfur noch Psorinum D200 gegeben. Bei Familien mit sonstigen Hauterkrankungen wird nach Sulfur noch Natrium muriaticum D200 empfohlen.