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Bachblüten

Gedanken über das Leben

Von Mensch zu Mensch
 
Wer oder was ist ein menschliches Lebewesen?
Ein Mensch besteht aus Körper, Seele und Geist.
 
Ich möchte gerne einiges über den Umgang des Menschen mit sich selbst und mit den Menschen, die einem während eines Lebens begegnen und über den Sinn des Lebens schreiben. Ich werde mich bemühen, aus meiner Überzeugung und Erfahrung das Wichtigste herauszufinden.
 
Was ist der Körper?
Der Körper ist Materie, der Stoff oder das Material, das den Menschen hier auf Erden erscheinen lässt. Er ist das Werkzeug, das uns die Chance bietet, im Leben seelische und geistige Erkenntnis umzusetzen. Der Körper ist aus dem Rohstoff Erde und wird nach dem Tode wieder zu Erde. Ein funktionierender, lebender, menschlicher Körper ist mit einer riesigen, chemischen Fabrik vergleichbar, in der ohne Pause produziert, sortiert, umgesetzt und Unbrauchbares abgesetzt wird. Zu all dem braucht der Körper spezielle Rohstoffe, das sind Nahrung und Atemluft. Stirbt der Mensch, wird die Energie, die den lebenden Körper versorgt hat, in der nächsten Sekunde zum Abbau und zur Zersetzung der Körperzellen verwendet, um der Erde wieder das Rohmaterial zuzuführen.
Solange aber der Mensch lebt, ist sein Körper mit jeder Zelle die Schale, die Seele und Geist trägt oder das Fahrzeug mit dem er auf dem Lebensweg unterwegs ist. Der Körper reagiert in der Zeit lebendig, in der er von Seele und Geist durchdrungen ist. Seele und Geist bewohnen den Körper – sie sind nicht der Körper. Somit haben wir Menschen einen Körper, wir sind aber ewige geistige Wesen, eingebunden in das Geschehen des Universums.
 
Was ist die Seele des Menschen?
Die Seele des Menschen ist die Brücke zwischen Körper und Geist. Sie ist der Sitz der Gefühle und bietet uns über die Gefühle auch einen Zugang zu unserem geistigen Zentrum. Die Seele des Menschen zeigt sich in seiner Individualität, in seinem Charakter - in seiner Persönlichkeit. Aus diesen Prägungen heraus antwortet er auf die Ereignisse des Lebens. Da jeder Mensch eine andere Seele hat, ist auch jede Antwort anders, von anderen Vorstellungen und Gedanken geprägt. Ein Beispiel: Stellen Sie sich vor, zwei Frauen liegen im Krankenhaus. Beiden musste der rechte Fuß abgenommen werden. Sie werden gefragt, wie sie diesen Schicksalsschlag empfinden. Die erste Frau sagt:“ Ich mag so nicht mehr leben. Ich kann mir ein Leben mit dieser Behinderung nicht vorstellen.“ Die zweite Frau meint: „Gott sei Dank ist nicht mehr passiert. Ich werde das schon schaffen, - es hätte ja noch viel ärger sein können.“ Was meinen Sie, welche der Frauen früher das Krankenhaus geheilt verlassen kann? Welche der Frauen hat sich besser und schneller mit der neuen Situation zurechtgefunden?
 
Die Seele der zweiten Frau hat sich entschieden, diesen schwierigen Lernprozess anzunehmen, und ist aus dem Schockerlebnis sofort zum Umdenken bereit. In dem Moment hat sie Geist und Seele als entscheidende Helfer für den Körper engagiert. Über unsere Seelenkräfte sind wir fähig uns zu verändern, Lernprozesse zu nützen, Schädliches loszulassen und die Intuition im Leben einfließen zu lassen.
 
 
 
Was ist der Geist, das geistige Zentrum des Menschen?
Der Geist, von dem hier die Rede ist, hat nichts mit Verstand und Merkfähigkeit zu tun. Es ist der Sitz des Lebensprinzips. Man sagt – „Der Geist hat ihn verlassen“, wenn jemand gestorben ist. Geist haben auch Tiere und Pflanzen, wir vermuten aber, sie sind sich dessen nicht bewusst. Der Mensch strebt das Geistige zu ergründen, das ihn leben lässt.
Ich bin Christin, für mich ist der Geist der Gottesfunke oder wenn ich von Gott-Vater spreche, so meine ich auch in mir etwas von ihm zu spüren. Sie können aber die Quelle des geistigen Zentrums auch Buddha oder Allah oder der Alleinheit zugehörig bezeichnen, diese Zuweisung hängt von der Kultur ab, in die wir hineingeboren wurden oder die wir uns gewählt haben.
Wenn ich nun mein geistiges Zentrum von Gott habe und mein Nachbar ebenso, so haben wir eine gemeinsame Quelle, die uns ebenbürtig und gleichwertig macht. Wir sind zwar durch unsere Seelen unterschiedlich, aber durch unsere geistige Kraft ebenbürtig und gleichwertig. Das heißt, dass ein Hochschulprofessor nicht mehr wert ist, als ein Baumwollpflücker oder ein Metallarbeiter und dass ein Bettler unter der Brücke nicht weniger wert ist, als ein Finanzminister. Jeder Mensch besitzt durch die geistige Kraft ein Stück Vollkommenheit und ein Stück ewiges Leben, das in Klarheit und reiner Hinwendung erlebbar wird. In der Psychologie wird das geistige Zentrum auch das „Selbst“ genannt, - indem ich es anerkenne und vom Gerümpel des „Egos“, - das ist die Last der materiellen Welt, weitgehend befreie, erlange ich Freiheit. Ich erlange Selbstbewusstsein. Das ist für mich der Sinn des Lebens.
 
Wenn ich die Menschen frage: „Lieben Sie sich?“, dann meine ich damit, ob sie ihrem Geist Würde, Verantwortung, Aufmerksamkeit, Geduld und Zuneigung entgegen bringen. Habe ich das für meinen Gottesfunken, dann werde ich auch für andere Mensch eine nie versiegende Quelle der Liebe sein.
Wie sollte ich einen anderen Menschen würdigen und lieben, wenn ich keine Würde und Liebe habe. Der Weg zur inneren Freiheit, zur Selbstannahme, zum Selbstbewusstsein, ist vielfältig und birgt Umwege und Lernprozesse in sich.
Er führt über Wissen und Erkenntnis, über häufig schmerzhafte Erfahrungen oder über die große, allumfassende göttliche Liebe zur Lebensquelle selbst.